Fidelity Worldwide Investment | 14.02.2012
Fidelity wächst 2011 bei Asien- und Schwellenländerfonds
Die Strategie von Fidelity bei Fondsprodukten gezielt auf Asien und Emerging Markets zu setzen, hat sich im Geschäftsjahr 2011 ausgezahlt.
Gegen den Markttrend konnte das Unternehmen hier deutliche Zuflüsse verzeichnen und Marktanteile gewinnen. Bei Rentenfonds hat Fidelity ebenfalls dazu gewonnen, während brachenweit Gelder abgeflossen sind. Auch in seinen Kernbereichen betriebliche Altersvorsorge und unabhängige Beratung ist das Familienunternehmen gewachsen.
Für das laufende Geschäftsjahr 2012 setzt Fidelity neben den erfolgreichen Schwerpunkten des letzten Jahres auf die Themen Portfoliolösungen für Privatkunden sowie Investmentangebote, die regelmäßige Erträge, Inflationsschutz und stetiges Kapitalwachstum verbinden. Genau diese Kombination bietet der kürzlich eingeführte Fidelity Global Dividend Fund.
Nach einem wechselhaften Jahr an den Finanzmärkten, das durch die europäische Schuldenkrise von einer hohen Volatilität und Unsicherheit geprägt war, blickt Fidelity auf eine recht erfreuliche Entwicklung bei seinen Fokusthemen zurück. Während Privatanleger aus Aktienfonds, die in Asien- und Schwellenländer investieren, 2011 insgesamt 2,6 Mrd. Euro abzogen, vertrauten sie Fidelity in dieser Fondsklasse 58 Mio. Euro neue Gelder an. Damit hat sich Fidelity erneut vom Markt entkoppelt. Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 flossen insgesamt 4,3 Mrd. Euro aus Asien- und Schwellenländerfonds ab, während Fidelity in den letzten vier Jahren 435 Mio. Euro Nettomittelzuflüsse verbuchte. Gemessen am verwalteten Vermögen stieg damit der Marktanteil von Fidelity in dieser Assetklasse auf 39,4 Prozent, ein Plus von 9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.
"Die Ergebnisse zeigen wie schon 2010, dass es richtig war, die Anleger für das Thema Asien und Emerging Markets zu sensibilisieren - und zwar nachhaltig. Auch in Zukunft wird die Wirtschaft dort stärker wachsen als Europa und die USA. Anleger müssen daher auch in den nächsten Jahren verstärkt in Wachstumsmärkte investieren, denn mit aktuell 6 Prozent sind diese in deutschen Aktienportfolios unterrepräsentiert", sagte Christian Wrede, Vorsitzender der Geschäftsführung von Fidelity Worldwide Investment in Deutschland am Montag anlässlich der Jahrespressekonferenz. "Umdenken müssen Anleger auch in puncto Sicherheit und Rendite, wenn sie langfristig angemessene Erträge oberhalb der Inflationsgrenze erwirtschaften wollen. Für die Staatsschuldenkrise in Europa und den USA wird es keine schnelle Lösung geben. Die Zinsen auf Bareinlagen generieren inflationsbereinigt eine negative Rendite. Staatsanleihen westlicher Industrienationen haben ihren Nimbus als sicherer Hafen verloren. Dagegen sind Aktien und Aktienfonds inflationsgeschützte Sachwerte. Sie unterliegen zwar Marktschwankungen, sind aber anders als beispielsweise Immobilien jederzeit liquide und bieten über das Marktwachstum hinaus noch Einkommensströme aus Zinsen und Dividenden. Anleger sollten deshalb auf die Gesamtrendite achten und auf gut geführte dividendenstarke Unternehmen setzen."
Trotz der positiven Entwicklung beim Investmentschwerpunkt Asien und Emerging Markets, konnte auch Fidelity, genau wie die gesamte Fonds- und Finanzbranche, sich von der negativen Marktentwicklung nicht vollständig entkoppeln. So ging das verwaltete Vermögen im Einklang mit den Verlusten an den Kapitalmärkten um 5,4 Mrd. Euro auf 23,5 Mrd. Euro (Vorjahr 28,9 Mrd. Euro) zurück. Die Nettomittelabflüsse summierten sich lediglich auf 23 Mio. Euro. Davon stammen 132 Mio. Euro aus dem Geschäftsbereich Asset Management. Die Fondsplattform FFB, der zweite Geschäftsbereich von Fidelity, verzeichnete dagegen sogar Nettomittelzuflüsse von 109 Mio. Euro.
"Auch wir konnten uns einem schwierigen und sehr volatilen Marktumfeld nicht gänzlich entziehen. Dennoch sind wir mit dem vergangenen Jahr zufrieden und haben uns im Branchenvergleich gut geschlagen", sagte Wrede. Während aus Publikumsfonds in Deutschland 2011 gut 16 Mrd. Euro und exklusive ETFs sogar 24 Mrd. Euro abflossen, litt Fidelity fast ausschließlich unter Kapitalmarktverlusten. "Unser verwaltetes Vermögen ist mit den Märkten gefallen und wird genauso wieder mit den Märkten steigen. Anleger und Vertriebspartner haben uns weiter vertraut. Das zeigt einmal mehr, dass es wichtig ist, gerade in volatilen Zeiten für Kunden da zu sein sowie sein eigenes Unternehmen breit und damit stabil aufzustellen. Mit dem Asset Management und dem Plattformgeschäft verfügt Fidelity über zwei unabhängige Standbeine, deren Wachstum von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst wird, die sich aber gegenseitig perfekt ergänzen und für Anleger und Vertriebspartner Mehrwert schaffen. Damit sind wir gut aufgestellt, um in Zukunft weiter zu wachsen, uns im zunehmenden Wettbewerb unter Asset Managern und Fondsplattformen zu behaupten und Marktanteile zu gewinnen."
Fidelity plant Einführung von Portfoliolösungen für systematische Vermögensallokation
Das Privatkundengeschäft sieht Wrede vor drastischen Änderungen. Neben regulatorischen Änderungen sieht der Fidelity-Chef dafür zwei Ursachen: die Verunsicherung der Anleger in einem sich wandelnden Marktumfeld und die steigende Zahl derer, die sich besser mit der Geldanlage auskennen, Investmententscheidungen selbst treffen, aber nicht täglich ihr Portfolio überprüfen wollen. Deshalb fragen Anleger beispielsweise verstärkt nach Lösungen für ihr gesamtes Portfolio statt nach Einzelfonds.
Um der Nachfrage der Anleger nach entsprechenden Portfoliolösungen gerecht zu werden, führt Fidelity die Strategische Anlage Modellierung (SAM) ein. Dabei handelt es sich um ein System für eine innovative, systematische Portfolioallokation mit regelmäßiger Qualitätssicherung. Es analysiert in einem dreistufigen Prozess die Bedürfnisse des Kunden und stellt typgerechte Portfolien zusammen, die Risikoprofil, Alter, Anlagebedarf und Lebenszyklusplanung der Kunden berücksichtigen. Diese individuellen Portfolien werden dann über die gesamte Laufzeit betreut und Risiken fortlaufend angepasst. "SAM kommt dem Wunsch der Anleger nach kompletten Portfoliolösungen nach, vermeidet Fehlberatungen und erfüllt heute schon die Empfehlungen der europäischen Finanzmarktaufsicht für Kundenbedarfsanalysen. Wir starten mit SAM am 15. Februar - zunächst für die Mitarbeiter eines großen DAX-Konzerns, danach machen wir SAM Finanzberatern und Direktanlegern zugänglich", erläuterte Wrede.
Neben SAM bietet Fidelity weitere Services, die unabhängigen Beratern das Anbieten von Portfoliolösungen und individuellerer Beratung erleichtern. So hat Fidelity Ende Januar als erste Fondsgesellschaft in Deutschland eine deutschsprachige, auf den lokalen Markt ausgerichtete iPad-App für Finanzberater eingeführt. Die Anwendung wurde gemeinsam mit Beratern entwickelt und zielt darauf ab, das Kundengespräch vor Ort zu unterstützen. Auch für die FFB ist im zweiten Quartal die Einführung einer derartigen Anwendung geplant. Die Fondsplattform, bei der unabhängige Finanzberater die ihnen anvertrauten Kundengelder verwahren lassen können, wird zudem die Produktpalette erweitern. Neben Fonds sollen Berater künftig auch ETFs und Einzeltitel über die FFB verwalten können. Bis Ende des Jahres wird die FFB zudem Portfoliolösungen für unabhängige Finanzberater stufenweise weiter ausbauen. "Mittelfristig wird die unabhängige Finanzberatung deutlich an Bedeutung gewinnen. Wir möchten Beratern geeignete Hilfsmittel an die Hand geben, die es ihnen einfacher machen die Kundenbedürfnisse zu analysieren und entsprechende maßgeschneiderte Produkte und Services anzubieten", bekräftigte Wrede.
Berücksichtigt werden müssen dabei allerdings die zahlreichen Regulierungsvorhaben. Diese werden die Branche europaweit stark beeinflussen und kurzfristig zu einer Konsolidierung bei unabhängigen Finanzberatern führen - und damit auch den Markt der Fondsplattformen verändern. "Die FFB ist für diesen Wandel gut gerüstet. Das zeigt auch das Jahr 2011. Trotz herausfordernder Marktbedingungen konnte die FFB die Depotzahl im Plattformgeschäft erhöhen. Für das laufende Jahr gehen wir davon aus, dass die Plattform weiter wächst und sich mehr und mehr Berater für die FFB als ihre Bank entscheiden", sagte Wrede.
Alle Angaben per 31.12.2011
Risikohinweis
Fidelity Worldwide Investment veröffentlicht ausschließlich produktbezogene sowie allgemeine Informationen und erteilt keine Anlageempfehlungen. Wertentwicklungen in der Vergangenheit erlauben keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung. Den Chancen, die mit Anlagen in Investmentfonds verbunden sind, stehen Risiken gegenüber. So kann etwa der Wert der Fondsanteile schwanken und ist nicht garantiert. Überdies reduzieren individuelle Kosten und Gebühren die Wertentwicklung.
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