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Diversifizierung mit Mulit-Asset-Fonds

Gastautorin Gabriele Volz, Geschäftsführerin von Wealth Cap, analysiert, welchen Beitrag Multi-Asset-Fonds beim Aufbau eines risikoeffizienten Portfolios leisten können.

Der auf die Portfoliotheorie von Harry M. Markowitz zurückgehende Ratschlag, "nicht alle Eier in einen Korb" zu legen, ist längst nicht mehr nur Fachleuten geläufig. Doch wie kann ein privater Anleger tatsächlich so investieren, dass er sein Anlagekapital möglichst effizient auf unterschiedliche Assetklassen verteilt, deren Wertentwicklung untereinander möglichst wenig korreliert?

Während sich dies in großen institutionellen Portfolios meist relativ gut realisieren lässt, stehen Privatanleger häufig vor zwei Problemen. Zum einen ist es Privatanlegern aufgrund der erforderlichen Investitionsvolumina gar nicht ohne Weiteres möglich, auf direktem Weg in bestimmte Assetklassen wie etwa Immobilien, Schiffe, Flugzeuge, Lebensversicherungen, erneuerbare Energien, Infrastruktur oder Private Equity zu investieren. Und selbst dort, wo dies möglich ist, wäre es wenig sinnvoll. Denn selbst wenn ein privater Investor beispielsweise die Mittel zum Kauf eines Bürohauses aufbringen könnte, würde dies zu einer starken Risikokonzentration führen. Zum anderen stellt sich auch die Frage nach der erforderlichen Marktkenntnis, der es bedarf, um die infrage kommenden Investitionsobjekte hinreichend kritisch prüfen und auswählen zu können.

Risikostreuung mit Multi-Asset-Fonds

Mit Geschlossenen Multi-Asset-Fonds steht Anlegern ein Investitionsvehikel zur Verfügung, das ihnen diese beiden Probleme abnimmt. Durch die Beteiligung an einem Fonds wird zunächst einmal ermöglicht, dass auch mit begrenztem Kapitaleinsatz eine Diversifikation über verschiedene Investitionsobjekte – und damit eine entsprechende Risikostreuung – erreichbar ist. Grundsätzlich ist dieses Prinzip von Wertpapierinvestmentfonds wie Aktien- oder Rentenfonds bekannt. Gerade in der aktuellen Marktsituation bevorzugen viele Anleger jedoch Sachwertanlagen, die möglichst wenig mit der Entwicklung an den Börsen korreliert sind. In der Tat sollten Sachwerte in einem gut diversifizierten Portfolio angemessen vertreten sein.

Der Gedanke, sich ein über mehrere Assetklassen verteiltes Portfolio aus Beteiligungen an unterschiedlichen Geschlossenen Fonds zusammenzustellen, liegt daher nahe. Anleger sollten jedoch bei der Auswahl auf zwei wesentliche Aspekte achten. In jedem Fall sollten sie prüfen, ob die Verteilung des Investitionskapitals auf die unterschiedlichen Assetklassen vom Fondsinitiator starr vorgegeben ist, oder ob die Zusammenstellung des individuellen Anlageportfolios flexibel gestaltet werden kann. Denn nur in letzterem Fall ist es den Fondszeichnern auch möglich, individuelle Besonderheiten so zu berücksichtigen, dass tatsächlich eine ausgewogene und gut diversifizierte Portfoliostruktur besteht. Wer bereits Anteile an Immobilienfonds in seinem privaten Portfolio hat, sollte diesen Anteil bei seiner Multi-Asset-Fonds-Beteiligung geringer ansetzen können als jemand, der bislang noch nicht in diese Assetklasse investiert hat.

Der zweite wesentliche Aspekt sind die Kosten. Denn wenn es sich um eine Dachfondskonstruktion mit einer doppelten Kostenstruktur sowohl auf Dach- als auch auf Zielfondsebene handelt, kommt ein mitunter durchaus beträchtlicher Teil der erwirtschafteten Renditen gar nicht bei den Anlegern des Fonds an. Wer sich an einem Multi-Asset-Fonds beteiligt, sollte sich daher die jeweilige Kostenstruktur genau erläutern lassen.

Wahl zwischen Erstmarkt und Zweitmarkt

Die Investitionen des Fonds müssen übrigens keineswegs immer an den Primärmärkten erfolgen. Gerade auch im Zweitmarkthandel mit Anteilen an Geschlossenen Fonds lassen sich immer wieder interessante Investitionsmöglichkeiten finden – eine kritische Auswahl durch professionelle Experten vorausgesetzt. Nicht selten bieten Zweitmarktengagements ein attrak-tiveres Chance-Risiko-Profil als Erstmarktbeteiligungen an denselben Fonds, was eine gute Ergänzung zur Risikostreuung durch Diversifikation sein und damit auch zu einer ausgewogeneren Portfoliostruktur beitragen kann.


Gabriele Volz, Geschäftsführerin WealthCap


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